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24. Juni 2019

Schwerer gewerbsmäßiger Betrug in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und NÖ


Betrug
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

– Ersuchen um Fotoveröffentlichung

(Nachtrag zur Presseaussendung der Landespolizeidirektion NÖ vom 18.06.2018)

Die französischen Staatsbürger Manuel CORTES (Vater) und Alfred CORTES (Sohn) sind verdächtig, teilweise alleine oder gemeinsam mit dem österreichischen Staatsbürger Peter ROTHLEITNER, den sie als Träger und Hilfskraft einsetzten, in der Zeit von Dezember 2015 bis dato, im Bundesgebiet, überwiegend im Großraum Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und NÖ, mit weltmännischen und getäuscht fachkundigem Auftreten als Unternehmer der Teppichreinigungsfirma A.C. (Alfred CORTES) und Firma Teppichreinigung M.C. (Manuel CORTES) mehr als 160 Personen mit Absicht betrogen zu haben, dass sie im Besitz besonderer und sündhaft wertvoller Orientteppiche seien. Hatten sie das Vertrauen der Kunden erlangt, verlangten sie einen bis zu 1000-fach überhöhten Preis für die Reinigung und Reparatur der Teppiche. Dadurch erzielten sie im angeführten Zeitraum in betrügerischer Absicht und Täuschung in Verbindung eines übersteigerten Missverhältnisses zum Wert der eigenen Leistung, einen Gewinn von mindestens 1.300.000 Euro.

In zahlreichen Fällen behielten sich die mutmaßlichen Betrüger überdies die zur Reinigung und Reparatur anvertrauten Teppiche ein und lieferten sie nicht mehr aus. Sie stehen im dringenden Verdacht, diese gewinnbringend an Dritte vertrieben zu haben.
Sie unterließen es auch, ihre Partnerunternehmen, wo sie die Teppiche teilweise reinigen, reparieren oder in weiterer Folge zustellen ließen, zu bezahlen. Bei den unterschiedlichen Druckereien ließen sie die Rechnungen der Drucksorten (Flyer) einfach unbezahlt.

Manuel und Alfred CORTES schalteten mit der Absicht Werbungen in Tageszeitungen, um potentielle Kunden zu lukrieren. Folglich fuhren sie mit Absicht zu den Kunden (Betrugsopfer), um vorsätzlich und wissentlich deren Orientteppiche überhöhten Wertes zu schätzen, um dadurch einen falschen, überhöhten Kostenvoranschlag für die Reinigung zu stellen und überdies einen unrichtigen, überhöhten Reparaturauftrag zu erhalten.
Wurden die Kunden (Betrugsopfer) misstrauisch oder waren ihnen die Summen zu hoch, wurden sie dadurch getäuscht, dass die Beschuldigten für sie einen oder mehrerer Teppiche bei Aktionen oder im Geschäft verkaufen würden. Mehrere dieser Kunden (Betrugsopfer), die sich in Aussicht eines guten Geschäfts darauf eingelassen hatten, wurden ein oder mehrere Teppiche veruntreut und bis dato nicht wieder ausgefolgt.

Von den ermittelnden Beamten wurden bei Hausdurchsuchungen bei den Firmenadressen und bei Erhebungen bei Reinigungsfirmen mehr als 250 Stück orientalische Teppiche sichergestellt.
Die Ermittler gehen von zahlreichen weiteren Geschädigten aus.

Die Beschuldigten sind flüchtig, es bestehen gegen sie europäische Haftbefehle.

Die sichergestellten Teppiche sind unter ww.bmi.gv.at/fahndung/ unter ‚Sichergestellte Gegenstände‘ ersichtlich.

Geschädigte werden gebeten, mit der Polizeiinspektion Melk, Telefonnummer 059133-3130, in Kontakt zu treten.

Hinweise zum Aufenthaltsort der Beschuldigten werden ebenfalls an die Polizeiinspektion Melk oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Von der Polizeiinspektion Melk wurde eine Sammelanzeige an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Wörthersee erstattet. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ordnete eine Veröffentlichung der Fotos an.

Fotos der Beschuldigten können beim Büro Öffentlichkeitsarbeit und Interner Betrieb der Landespolizeidirektion Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-1102 angefordert werden. Copyright BM.I/Polizei

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