Gehe zu…

Tagesbote

News unabhängig, direkt & transparent

21. Oktober 2018

Klärung von Wohnungseinbruchsdelikten in Salzburg


Allgemeines
Presseaussendung der Polizei Salzburg

Seit Ende 2016 führten Polizisten des Kriminalreferates beim Stadtpolizeikommando Salzburg Ermittlungen zu Einbruchsdelikten, meist sogenannten Tageswohnungseinbrüchen, bei welchen durch unbekannte Täter die Schlösser der Wohnungstüren aufgebrochen wurden. Eine Intensivierung der Ermittlungen zu den bekannten Fakten ergab, dass die Täter unter anderem Schuhe stahlen, um diese in weiterer Folge bei neuerlichen Einbrüchen zu verwenden.

Im Juni 2017 kam es zu einem DNA-Treffer, welcher zu einem 40-jährgigen ungarischen Staatsbürger führte. Daraufhin erfolgten spezifische Ermittlungen zu dieser Person. Aufgrund ausgezeichneter polizeilicher Auslandskontakte konnten Ermittlungen im Umfeld des Tatverdächtigen in Ungarn und Deutschland geführt werden. Dabei wurde bekannt, dass der mittlerweile konkret Beschuldigte einschlägig wegen diverser Eigentumsdelikte bereits im europäischen Ausland erfasst wurde.

Auf Basis der monatelangen Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Salzburg konnten sämtliche zur Verfügung stehenden kriminalpolizeilichen Ermittlungsmaßnahmen ausgeschöpft und wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Die Ermittlungen und Überprüfung zu etwaigen Aufenthaltsorten im Bundesland Salzburg ergaben, dass der Beschuldigte und dessen Mittäter stets zu den Tatzeiten in Salzburg aufhältig waren. Zum bereits bekannten Beschuldigten konnte so ein weiterer 40-jähriger tatverdächtiger Ungar festgestellt werden. Beide hielten sich stets gemeinsam in Salzburg auf. Eine Gegenüberstellung der Nächtigungen in Salzburg Stadt mit den in Salzburg stattgefundenen Wohnungseinbrüchen ergab eine exakte Übereinstimmung.

Dazu kommt, dass Zeugen übereinstimmend angaben, dass die beiden Ungarn immer nur zur Mittagszeit unterwegs waren und am späten Nachmittag wieder zurück in ihre Unterkunft kamen. Dies bestätigte sich ebenso durch die Ermittlungsergebnisse.

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass die beiden Beschuldigten in regelmäßigen Abständen (alle vier bis sechs Wochen) nach Salzburg reisten, um hier im bewussten und gewollten Zusammenwirken, unter arbeitsteiligen Vorgehen, Wohnungseinbrüche zu begehen.

Aufgrund der Übereinstimmungen von Tatortspuren, DNA Auswertungen, Zeugenaussagen und sonstigen Ermittlungsergebnissen konnte schlussendlich ein Zusammenhang mit 67 Wohnungseinbrüchen hergestellt werden. Diese begingen die beiden Beschuldigten im Tatzeitraum vom 22. November 2016 bis zum 8. Februar 2018 im Stadtgebiet von Salzburg. Dies entspricht beinahe 100% aller derartigen Straftaten in diesem Zeitraum.

Zuletzt reisten die beiden Beschuldigten am 9. Februar 2018 aus Österreich aus. Seitdem erfolgte keine Einreise mehr. Beide Beschuldigte dürften sich in Ungarn aufhalten. Gegen die Täter besteht eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg. Durch die begangenen Einbrüche entstand ein Schaden in Höhe von ungefähr 180.000 Euro. Copyright BM.I/Polizei

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen