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26. April 2018

„dokFilm“ zum Weltfrauentag: „Die Lust der Frauen“ und „Stream of Love – Was Frauen wollen“


Wien (OTS) Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum Internationalen Frauentag (Details unter http://presse.ORF.at) präsentiert „dokFilm“ am Sonntag, dem 4. März 2018, in ORF 2 zwei Produktionen zum Thema weibliche Sexualität in reiferen Jahren. In „Die Lust der Frauen“ (23.20 Uhr) lässt Filmemacherin Gabi Schweiger fünf Frauen in deren Sechzigern zu Wort kommen, die über ihr aktives Sexualleben berichten und über den täglichen Kampf, zum eigenen Begehren zu stehen und gewonnene Freiheiten aufrecht zu halten. Anschließend führt „Stream of Love – Was Frauen wollen“ (0.20 Uhr) das Publikum auf eine unterhaltsame Zeitreise der ungewöhnlichen Art:
Der Film von Ágnes Sós beleuchtet anhand von Erzählungen transsilvanischer Bäuerinnen mit Charme und viel Humor die Themen Liebe, Sexualität und die Weisheit des Alters.

Zum Inhalt von „Die Lust der Frauen“:

Ein Film über fünf Frauen jenseits der 60, die ihre Lust auf Sex nicht verloren haben: Da ist die Bodenständige, die Zarte, Witzige, die Laszive, die Lesbe: Alle fünf legen großen Wert auf ihre Sexualität. Sie haben gar nichts dagegen, gute Omas zu sein, ihre Angehörigen zu unterstützen oder Nachbarn zu helfen; aber ihre eigenen Bedürfnisse unterordnen, auf etwas zu verzichten, das immer zu ihrem Leben gehört hat, dagegen haben sie etwas.

„Die Lust der Frauen“ ist ein aufklärerischer und witziger Film über mutige Selbstverwirklichung und konsequente Selbstbestimmung zum Weltfrauentag und erzählt vom Sex im Alter, vom Umgang mit dem eigenen, reif gewordenen Körper und vom täglichen Kampf, gewonnene Freiheiten aufrecht zu halten – allen Tabus und traditionellen Moralvorstellungen zum Trotz.

„Ein erstaunlich offener Film. Sympathische Frauen, sympathische und gescheite Statements, mit denen sich bestimmt viele Altersgenossinnen identifizieren können – und eine wichtige Botschaft: die Lust an der Lust hat kein biologisches Ablaufdatum“, sagt Elfriede Hammerl.

„Ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft: das offene Gespräch von älteren Frauen über ihre Sexualität, ihre Lust, ihre Wünsche, ihre Forderungen und ihre Leidenschaften. Filmisch sehr gut umgesetzt:
ungezwungen, ansprechend und abwechslungsreich“, schreibt Valie Export.

Zum Inhalt von „Stream of Love – Was Frauen wollen“:

Auf eine unterhaltsame Zeitreise der ungewöhnlichen Art mit Liebesgeschichten aus vergangenen Zeiten entführt der Dokumentarfilm „Stream of Love – Was Frauen wollen“ der ungarischen Regisseurin Ágnes Sós. Mit Charme und viel Humor reflektiert er über die Liebe und die Weisheit des Alters gleichermaßen: Eingebettet in die ländliche Idylle eines ärmlichen Dorfes in Siebenbürgen, umweht vom Duft der Vergangenheit, lässt die Doku einfache Bäuerinnen aus Transsilvanien über die tabuisierten Themen Liebe und Sexualität zu Wort kommen. Die Frauen geben heimliche Liebesgeschichten aus einem verborgenen und kargen Leben preis, von deren Existenz die fernen Stadtbewohner bisher nur wenig erahnen. Der Film taucht ein in die Jugend sympathischer alter Menschen, die reif und klug geworden, aber in ihren Herzen dennoch jung geblieben sind.

Wenn der alte Bauer Feri sich mit seinem Pferdewagen nähert, blicken ihn die alten Frauen mit ihren zerfurchten Gesichtern verstohlen an. Die Erinnerungen zaubern ein Funkeln in die Augen der Dorfälteren und eröffnen eine Welt von Erlebnissen, über die sie wohl nie von sich aus erzählen würden, wären sie nicht in diesem hohen Alter. In den gemeinsamen Gesprächen über die Vergangenheit werden tiefe und oft abgründige Geheimnisse über Liebe, Lebensfreude und Sexualität zum Leben erweckt. Die romantischen Filmszenen, die schöne Landschaft und der Hauch der Vergangenheit, das alles hat eigentlich nur wenig mit der Realität eines kargen harten, arbeitsreichen Alltages der Bäuerinnen zu tun. Und doch widerspricht es einander nicht.

Filmemacherin Ágnes Sós hat über drei Jahre lang die Gespräche aus dem Leben der Dorfbewohnerinnen zusammengetragen, hat den Alten und ihren faszinierenden Erzählungen gelauscht: „Ich war sehr inspiriert von der Natur und ich schätze Liebe und Sinnlichkeit in hohem Maße, die in meinen Arbeiten immer zum Ausdruck kommt“, sagt Sós.

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