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21. April 2018

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann betroffen von Werner Welzigs Tod


Wien (OTS) Betroffen zeigt sich Wissenschaftsminister Heinz Faßmann über das Ableben des langjährigen Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Werner Welzig: „Ich war während der Präsidentschaft von Werner Welzig Direktor eines Forschungsinstituts an der ÖAW und von seiner präzisen Sprache und seinen weitsichtigen Entscheidungen stets sehr beeindruckt. Mit ihm verliert die österreichische Germanistik eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten und die ÖAW einen mutigen Gestalter der Zukunft“.

„Welzig prägte als ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Wien Generationen von Germanistinnen und Germanisten“, so Faßmann weiter. In den sechziger Jahren zählte er zu den ersten Forschern, die sich mit dem Werk von Thomas Bernhard und Peter Handke auseinandersetzten und dessen Bedeutung erkannten. Der herausragende und renommierte Sprach- und Literaturwissenschaftler hinterlässt ein umfassendes Oeuvre, darunter auch das 1999 erschienene „Wörterbuch der Redensarten“ zu der von Karl Kraus herausgegeben Zeitschrift „Die Fackel“, das weltweit hohes Ansehen genießt.

Von 1991 bis 2003 baute Welzig in seiner Funktion als Präsident der Akademie der Wissenschaften diese zum größten Träger der außeruniversitären Grundlagenforschung aus und erweiterte sie um zukunftsträchtige Gebiete wie Life Sciences (IMBA, CeMM und GMI) und Quantenforschung (Institut für Quantenoptik und Quanteninformation in Innsbruck und Wien). Grundlage für diesen Ausbau war sein Streben nach Exzellenzorientierung und Internationalisierung. Mit der Einrichtung der DOC-Stipendien wurde während Welzigs Präsidentschaft die Nachwuchsförderung an der ÖAW nachhaltig gestärkt und die Akademie im Dialog mit der Gesellschaft geöffnet.

„Karl Kraus schrieb in der Fackel: Bildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben. Werner Welzig hatte sie, das ist gewiss“, so der Wissenschaftsminister abschließend.

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