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23. Februar 2018

Die Zukunft des Wohnens: Wie wir wohnen werden und was die Herausforderungen sind


St. Pölten (OTS/NLK) Das Land Niederösterreich und das Alois Mock Institut – Forum für Zukunftsfragen luden im Rahmen der Messe HausBau + EnergieSparen Tulln zum Fachsymposium „Wie wir wohnen werden – die Zukunft des Wohnbaus zwischen Grundbedürfnis und Luxusgut“. Vier renommierte Experteninnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen beschäftigten sich mit dem leistbaren Wohnraum, steigenden (bau-) technischen wie ökologischen Anforderungen, steigenden Mieten und utopischen Grundstückspreisen. Danach wurde am hochkarätig besetzten Podium zu dem Thema diskutiert.

Die Zukunft wird Veränderung bringen. Die Frage ist dabei aber, inwieweit die Zukunft geplant werden kann. Darin waren sich alle Expertinnen und Experten, die am Symposium teilnahmen, einig. Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, es kommen immer neue Wohnformen und Wohnkonstellationen auf und der Wohnungsmarkt wird immer knapper und damit teurer. Doch wie kann und wird der Wohnraum der Zukunft wirklich aussehen?

„Die Frage ist nicht nur, wie der Wohnbau aussieht, sondern auch, wie er eingebettet ist, wie die Stadt in Zukunft aussehen wird und vor allem, was die Bedürfnisse der Menschen sind. Viele dieser Fragen sind in der Zeit des Umbruchs, in der wir uns gerade befinden, noch offen“, betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Präsident des Alois Mock Instituts. Auch der für Wohnbau zuständige Landesrat Karl Wilfing meinte: „Das eigene Zuhause hat eine wesentliche Bedeutung. Es sind aber nicht nur die eigenen vier Wände und das Dach über dem Kopf wichtig, sondern das Leben mit dem man sein Zuhause erfüllt. Für das Land Niederösterreich ist es eine entscheidende Bedeutung alles daran zu setzen, um leistbaren Wohnraum mit seinen individuellen Förderprogrammen für die unterschiedlichsten Lebenssituationen zu ermöglichen.“

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt jedenfalls – auch, weil die Bevölkerung immer größer wird. Das betonte Bundesminister Univ.-Prof. Heinz Faßmann: „Wir hatten in den letzten Jahren eine starke Zuwanderung, dazu kommt noch die Tendenz, dass die einzelnen Haushalte immer kleiner werden und zusätzlich immer mehr auf Qualität – also größere Wohnräume – Wert gelegt wird“. Bei allen Überlegungen bezüglich der Zukunft komme es vor allem auch auf die ausgeglichene Wechselwirkung zwischen individueller Flexibilität und allgemeingültigen Standards an, erklärte Univ.-Prof. Markus Hengstschläger in diesem Zusammenhang: „Um die Zukunft schon in der Gegenwart planen zu können, müssen wir darauf achten, dass einerseits genug Individualität zugelassen wird, dass diese aber auf der anderen Seite nicht so hoch ist, dass sie die Individualität anderer und gewisse Standards stört“.

Das betrifft vor allem auch das Thema Wohnen und die Planung von Wohnraum. Sei es die Frage, ob am Land oder in der Stadt gebaut wird, jene, inwiefern soziale Einsamkeit durch die Schaffung von Gemeinschaftsräumen entgegengewirkt werden kann oder auch die Diskussion, was Wohnraum können soll und dabei kosten darf. Es gehe vor allem immer darum, so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen und dabei auch noch gewisse Standards zu erhalten. Darin waren sich die Experten einig. Dass das ein schwieriger und steiniger Weg und Prozess ist und nie mit Sicherheit gesagt werden kann, ob gewisse Konzepte in Zukunft wirklich noch aufgehen werden, das ist in jedem Fall das Risiko der Gegenwart.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, E-Mail florian-liehr@noel.gv.at

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