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16. Dezember 2017

SOKO Tierschutz deckt erschreckende Zustände in McDonald’s Schlachthof auf


Düren (ots) Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/110736/3807536

Im Oktober und November 2017 dokumentierten Ermittler von SOKO Tierschutz die Zustände im Schlachthof Frenken in Düren, einem Großbetrieb, der McDonald’s mit Fleisch beliefert. Das Ergebnis:
Tierquälerei,Inkompetenz und Hygienechaos. Besonders pikant ist, dass die Aufnahmen direkt vor und nach einer Qualitätskontrolle von McDonald`s aufgenommen wurden.

Bei den Rindern scheitert die Betäubung regelmäßig. Sie erwachen blutend am Schlachtband. Immer wieder versagt das Personal, Falltore werden krachend auf Rinderrücken geschlagen, und Tiere brechen schon vor dem Schuss erschöpft vom Stress und von Elektroschocks zusammen. „Es ist erschütternd zu sehen, wie besonders die absolut zerstörten Milchkühe nach jahrelanger Ausbeutung noch auf den letzten Metern gequält werden. Die Tiere aus Haut und Knochen sind das bevorzugte Burgerfleisch von McDonald’s.“ so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz. Die Schweinebetäubung sorgt für ein grausames Erwachen am Schlachtband. Minutenlange Schnappatmung, blinzelnde Augen und Tiere, die gegen den Einzug in das Brühbad kämpfen. Der traurige Höhepunkt:
Mindestens ein Tier wird bei Bewusstsein ins heiße Wasser gezogen und kämpft um sein Leben. Arbeiter sehen bei den Zuständen mitleidslos zu. Diese Zustände sind Alltag, zigfach dokumentiert in wenigen Stunden. Und das, obwohl der Schlachthof sogar die Bio Zulassung hat und über ein bis zu sechsköpfiges Veterinärteam verfügt. Zwei Veterinärstudenten sehen zu, als Rinder aus der Betäubung erwachen, ermerkt wird das in dem Protokoll aber nicht. Stattdessen prahlt einer damit, die Tiere selber mit dem Elektroschocker misshandelt zu haben.

Massive Hygieneprobleme: So wird mit Messern in das Fleisch gestochen, die verkeimt sind und Sterilisation wird vernachlässigt. SOKO Tierschutz erstattet Strafanzeige gegen den Schlachthof Frenken und das untätige Veterinäramt. Leider sind diese Zustände nach zahlreichen Recherchen der Tierschutzorganisation in deutschen Schlachthöfen, ob groß oder klein, immer noch Alltag.

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