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Tagesbote

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13. Dezember 2017

Neues Volksblatt: „Reibung“ von Markus EBERT


Linz (OTS) Ob da gestern mit dem, was die Koalitionsverhandler insbesondere in Sachen Arbeitszeitflexibilisierung auf den Tisch gelegt haben, mehr der Nikolaus oder mehr der Krampus als Bote unterwegs war, ist Ansichtssache. Klar ist jedenfalls, dass die Sache wohl nicht ohne gröbere Diskussionen ablaufen wird. Wobei der prompte Applaus von WKÖ-Präsident Christoph Leitl erahnen lässt, dass — im Fall der Fälle — der Widerstand im Gewerkschaftssektor laut werden wird. Immerhin sind die Sozialpartner heuer bereits einmal an der Neuregelung flexibler Arbeitszeiten gescheitert — „infolge des Einspruchs von Teilgewerkschaften“, wie Leitl gestern explizit anmerkte. Die rote Kritik-Richtung gibt uninspiriert SPÖ-Klubchef Andreas Schieder vor: „Politik für Konzerne“.
Insgesamt ist die türkis-blaue Einigung in Sachen Maßnahmen im Wirtschaftsbereich auch das Signal, dass man gewillt ist, zu entscheiden. Man könnte auch sagen, das ist das Aufwärmen für eines der heißesten Eisen, das noch am Verhandlungstisch liegt, nämlich die Reform bei den Sozialversicherungen und Gebietskrankenkassen. Wobei es wohl eher ÖVP-Chef Sebastian Kurz sein wird, der hier die Asbesthandschuhe anziehen muss. Immerhin haben ihm schwarze Ländervertreter signalisiert, dass sie nicht alles gottergeben abnicken wollen. Aber wie sagte Kurz gestern: „Wenn man etwas verändert, kann das da und dort auch zu Reibung führen.“

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