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18. November 2017

ÖVP-Schmidt: Verbrennungsmotoren können CO2-neutral werden


Brüssel (OTS) Vorrangig auf neue synthetische Treibstoffe für Verbrennungsmotoren anstatt auf Elektroautos will Claudia Schmidt, ÖVP-Verkehrssprecherin im Europäischen Parlament, setzen.

In der heutigen Parlamentsdebatte bezeichnete sie die neuen Gesetzesvorschläge der EU-Kommission zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor als „fragwürdig“. „Die bisherige Strategie besteht nur aus Elektroautos forcieren und Abgase aus fossilen Treibstoffen reduzieren. Das ist langwierig und hat keine große Hebelwirkung“, kritisiert Schmidt.

„Synthetische Treibstoffe sind die Lösung. Unter dem Strich sind sie CO2-neutral und gleichzeitig muss nicht das gesamte Verkehrsnetz umständlich umgebaut werden, wie es für Elektroautos nötig ist“, betont Schmidt.

„Aus Wasser und CO2 kann man unter Einsatz von Strom synthetische Treibstoffe erzeugen. Wenn dieser Strom aus erneuerbaren Energien kommt, dann ist der Treibstoff CO2-neutral“, erläutert die Europaabgeordnete.

Die mit der Elektro- und Batterietechnologie verbundenen Probleme seien weiterhin massiv. „Die Wertschöpfung und Batterieerzeugung spielt sich außerhalb Europas ab. Bestandteile der Batterien wie Kobalt werden unter unmenschlichen Bedingungen und mit Kinderarbeit in Afrika gefördert. Die Aufladezeiten sind im Alltag unbrauchbar und unpraktikabel. LKWs und Flugzeuge können überhaupt nicht vernünftig mit Batterien betrieben werden“, wendet die ÖVP-Politikerin ein.

Das Hauptproblem am Ansatz der EU-Kommission sei aber, dass die geostrategische Abhängigkeit von außereuropäischen Erdöllieferanten nicht beendet, sondern nur verringert werde. „Man muss größer und konsequenter denken“, so Schmidt.

Synthetische Treibstoffe, die in Europa produziert werden, würden hingegen „die Wertschöpfung in Europa belassen, zusätzlich tausende Arbeitsplätze schaffen und die fragwürdige Rohstoffförderung in Afrika vermeiden“. „Der Verbrennungsmotor kann CO2-neutral werden. Das bestehende Infrastrukturnetz der Tankstellen und Pipelines wird weiterverwendet. Und am Ende können wir Treibstoffexporteur werden“, sagt Schmidt.

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