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19. November 2017

„kreuz und quer“ am 14. November: „Herr Schuh und die Freiheit“ und „Meinen Hass bekommt ihr nicht!“– ab 22.35 Uhr in ORF 2


Wien (OTS) Im sechsten Teil der Sendereihe „Herr Schuh und …“ macht sich Franz Schuh auf die Suche nach der Freiheit. Wer ist frei und warum? Was bedeutet Freiheit? Wie hat sich der Begriff der Freiheit in den Jahrhunderten verändert? Wo fängt die Freiheit an, wo hört sie auf? „kreuz und quer“ – präsentiert von Christoph Riedl-Daser – zeigt den von Florian Gebauer gestalteten und von Franz Schuh erzählten Film „Herr Schuh und die Freiheit“ am Dienstag, dem 14. November 2017, um 22.35 Uhr in ORF 2. Am 13. November jähren sich die Terroranschläge an mehreren Schauplätzen in Paris zum zweiten Mal – 2015 wurden dabei insgesamt 130 Menschen getötet und 352 verletzt. Aus diesem Anlass zeigt „kreuz und quer“ um 23.10 Uhr die Dokumentation „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ von Antoine Leiris und Karine Dusfour.

„Herr Schuh und die Freiheit“ – Ein Film von Florian Gebauer, erzählt von Franz Schuh

„Die Freiheit, die wir gerade nicht haben, scheint uns am meisten nahezugehen“, so Franz Schuh. Der Film zeigt, was Menschen aus eigener Erfahrung über Freiheit zu sagen wissen. Der Journalist Lorenz Gallmetzer spricht im Film mit Franz Schuh über seine Alkoholsucht: „Nach 30 Jahren hat eine Talfahrt begonnen, wo dann die Freiheit verloren ging. Dort wurde dann der Alkohol zum Muss.“ „Dass Menschen Freiheit über alles mögen, ist eine Mär. Viele haben auch einen Hang zur Unterwerfung“, meint Franz Schuh. Der Film verdeutlicht, wie sich „die eine Freiheit“ in unserer Gesellschaft in einzelne Freiheiten aufspaltet. Bedeutet die Freiheit der Kunst auch die Freiheit, eine Republik auszurufen? Welche Freiheiten und Unfreiheiten gibt es zwischen den Geschlechtern? „Das Problem der Freiheit darf nicht sein, dass die einen sie sich nehmen und die anderen darunter leiden müssen“, sagt die Politikwissenschafterin Birgit Sauer. „Fürchtet euch nicht! – Das ist in der Bibel die Losung, frei zu sein. Und dennoch können wir nicht furchtlos leben“, meint Franz Schuh. „Die menschliche Freiheit existiert ja nicht zuletzt durch ihre Grenzen, obwohl es Augenblicke gibt, in denen man glaubt, ganz frei zu sein.“

„Meinen Hass bekommt ihr nicht!“ – Ein Film von Antoine Leiris und Karine Dusfour (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl)

Allein im Pariser Club Bataclan schossen an jenem Abend drei Angreifer circa zehn Minuten lang mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge. 90 Menschen starben, viele wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Toten im Bataclan war auch Hélène Leiris. Einige Tage danach schrieb ihr Mann Antoine Leiris via Facebook einen Brief an die Mörder seiner Frau. Ein Brief voller Würde und voller Widerstand. Die Terroristen hätten ihr Ziel nicht erreicht, denn trotz allem würden sie eines nie bekommen: nämlich seinen Hass, schrieb der Journalist. Diese Botschaft ging um die Welt, der Brief wurde weltweit viele hunderttausende Male gelesen, geliked, geteilt. In seinem Film begibt sich Antoine Leiris auf Spurensuche: Wie geht es Menschen nach Terrorattacken und wie kann es gelingen, in ein normales Leben zurückfinden?

Antoine hat mit Hélène seine Lebenspartnerin, seine große Liebe und die Mutter seines kleinen Sohnes verloren. Nun muss er den Alltag bewältigen, so wie er es sich noch einige Tage davor nie hätte vorstellen können. Das gesamte Leben, das Denken, die Welt ist auf den Kopf gestellt. Durch die Geschichten anderer versucht er, seine eigenen Gefühle zu verstehen. Er will herausfinden, wie das Morgen für ihn aussehen wird – und der Tag danach. Er empfindet Trauer, aber auch Hoffnung – den Wunsch, sich nicht von der Welt zurückzuziehen, sondern sein Leben wieder bejahend in den Griff zu bekommen. Kann es sein, dass der Hass doch irgendwann auftaucht und er auf Rache sinnen wird? Oder kann er das Leben wieder positiv gestalten? Wie geht man mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Macht es dabei einen Unterschied, ob der Tod gewaltsam herbeigeführt wurde?

Um auf seine Fragen Antworten zu bekommen, trifft Antoine Leiris Betroffene, die selbst einen Terroranschlag überlebt haben, Hinterbliebene und große Denker. Und jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen, seine Last zu tragen und seinen eigenen Weg zurück ins Leben.

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