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16. Dezember 2017

Großer Erfolg des Landeskriminalamtes NÖ – Schlag gegen ausländische Tätergruppen


Kriminalitätsbekämpfung
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

• 125 Einbrüche, 13 Pkw-Diebstähle und 13 Motorraddiebstähle geklärt

• 49 Täter ausgeforscht und zum größten Teil in Haft

• Tätergruppen aus Rumänien und Slowakei überführt

• Gesamtschadenssumme rund 2,5 Millionen Euro

Am 15. Mai 2016 ereignete sich in der Bezirkshauptstadt Bruck/Leitha ein Einbruchsdiebstahl bei einer Baustelle einer Straßenbaufirma, wobei Werkzeuge und Bau-maschinen im Wert von mehr als 50.000 Euro gestohlen wurden. Aufgrund von Telefonnummernrückerfassungen war es möglich, einen Teil dieser Rufnummern einer ähnlich gelagerten Straftat im Bereich St. Pölten zuzuordnen. Deswegen wurde vom Landeskriminalamt Niederösterreich von einer größeren Tätergruppe ausgegangen, die regelmäßig Straftaten im gesamten Bundesgebiet begeht. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wurden die Ermittlungen erweitert und intensiviert.
Nach umfassenden operativen Maßnahmen wurden in der Nacht von 22. auf 23. Juli 2016, durch ein koordiniertes Zusammenwirken der Sondereinheiten Einsatz-kommando Cobra und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität des Landeskriminalamtes NÖ, 7 Täter auf frischer Tat betreten, nachdem sie im Bezirk Amstetten mehrere Firmeneinbruchsdiebstähle begangen hatten. Im Zuge der Vernehmungen der Beschuldigten und durch weitere Auswertungen von Tatort-spuren und Rufdaten war es möglich, die Struktur und Vorgehensweise der einzelnen Gruppierung zu zerschlagen.
Verdächtige aus Rumänien entwickelten nach eigenen Angaben den Modus, Personen aus dem Heimatort anzuwerben, nach Österreich zu reisen, Einbruchsdiebstähle in Firmen- und Baustellenobjekte zu verüben, um das dort gelagerte Werkzeug, Baumaschinen und Transportfahrzeuge zu stehlen und sofort nach Rumänien zu verbringen. Das Diebesgut wurde anschließend in Rumänien verkauft. Die angeworbenen Mittäter wurden nach Anzahl der Fahrten zwischen 200 und 500 Euro entlohnt.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich forschte letztendlich 29 Personen aus Rumänien aus, die 52 Einbruchsdiebstähle in NÖ, Burgenland und der Steiermark mit einem Gesamtschaden von rund 1,4 Millionen Euro (Diebesgut) und ca. 200.000 Euro Sachschaden verursachten.
7 bei den Taten gestohlene Fahrzeuge konnten in Ungarn sichergestellt und mittlerweile den Besitzern ausgefolgt werden. Im Zuge der Festnahmen konnte weiteres Diebesgut im Wert von ca. 70.000 Euro sichergestellt werden.
3 dieser 29 Personen wurden im Zuge weiterer operativer Maßnahmen in Wien und Salzburg festgenommen. Gegen 13 Beschuldigte wurden durch die Staatsanwalt-schaft Eisenstadt europäische Haftbefehle erlassen.
Bis dato befinden sich 18 Personen in Österreich und je 2 Beschuldigte in Deutschland bzw. Frankreich in Haft. Die restlichen Beschuldigten befinden sich in Rumänien oder anderen europäischen Ländern in Auslieferungshaft und werden ebenfalls nach Österreich ausgeliefert.

Ab Sommer 2016 führte das Landeskriminalamt NÖ, Ermittlungsbereich Diebstahl, umfangreiche Ermittlungen gegen eine rumänische Tätergruppe nach Serienein-brüchen in Firmen in NÖ, OÖ, Salzburg und der Steiermark.
8 rumänische Staatsbürger (7 Männer und 1 Frau) waren verdächtig, seit mindestens Anfang 2016 in verschiedener personeller Zusammensetzung Einbruchsdiebstähle in Firmen verübt zu haben, um dort aus den Tresoren Bargeld und aus den Firmen Baumaschinen, Werkzeuge und anderes mehr zu stehlen. Zumindest 4 dieser Personen verübten diese Einbruchsdiebstähle gewerbsmäßig und bestritten damit ihren Lebensunterhalt, die weiteren 4 Verdächtigen werden bei wenigen Tatorten der Mittäterschaft beschuldigt.
Nach den geführten Ermittlungen war ein 43-jähriger rumänischer Staatsbürger (14 Aliasnamen) der Organisator der Tätergruppe, welcher die Tatorte bereits zuvor im Internet auswählte und zusammen mit einem 29-jährigen rumänischen Staatsbürger (5 Aliasnamen) den Verkauf des Diebsgutes betrieb. Gegen beide Haupttäter bestehen wegen einschlägiger Delikte europäische Haftbefehle aus Holland und Rumänien.
Bei den Einbrüchen wurden Bargeld aus den Tresoren und Handkassen und auch sonstige Wertgegenstände wie Laptops, Kameras, Werkzeuge oder sonst gut verkaufbare Gegenstände gestohlen. Das Bargeld dürfte mittels Banküberweisung nach Rumänien überwiesen worden sein.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl, forschte die Täter (zu Beginn war nur der Spitzname des 43-jährigen Beschuldigten bekannt) nach und nach aus und nahm einen Teil der Beschuldigten am 11. August 2016 nach der letzten Straftat auf frischer Tat fest. 3 Mittäter waren beim Zugriff gerade auf Heimaturlaub in Rumänien, gegen sie wurden europäische Haftbefehle beantragt.
Der Tätergruppe konnten nach Abschluss der Ermittlungen insgesamt 61 Einbruchsdiebstähle in Firmen nachgewiesen werden.
Durch die Einbruchsdiebstähle entstand ein Gesamtschaden in der Höhe von rund 225.000 Euro (Diebesgut) und ca. 155.000 Euro Sachschaden.
Das Verfahren ist bei der Staatsanwaltschaft Wien anhängig. Der 43-jährige Haupttäter befindet sich in Untersuchungshaft, 4 Beschuldigte wurden angezeigt und gegen 3 Mittäter bestehen europäische Haftbefehle.

Der Ermittlungsbereich Diebstahl des Landeskriminalamtes NÖ ermittelte seit August 2015 gegen eine slowakische Tätergruppierung wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Motorrad- und Kraftfahrzeugdiebstahls.
Im Zuge der intensiven und akribischen Ermittlungen konnte eine 13-köpfige slowakische Tätergruppe ausgeforscht werden, die in verschiedenen personellen Zusammensetzungen in der Zeit von Mai 2015 bis Februar 2016 insgesamt
13 Motorraddiebstähle in Wien (5 Fälle), Bezirk Gänserndorf (8 Fälle)
10 Firmen-Einbruchsdiebstähle in Wien ( 3 Fälle), Bezirk Gänserndorf (2 Fälle), Bezirk St. Pölten (1 Fall), Stadt St. Pölten (2 Fälle), Bezirk Mistelbach (1 Fall) und Bezirk Baden (1 Fall)
13 PKW-Diebstähle in Wien (4 Fälle), Bezirk Gänserndorf (5 Fälle), Bezirk Mistelbach (1 Fall) und Bezirk Baden (3 Fälle)
3 Wohnhaus-Einbruchsdiebstähle im Bezirk Mistelbach (2 Fälle), Stadt St. Pölten (1 Fall)
2 Diesel-Diebstähle im Bezirk Mistelbach
verübte und dabei einen Gesamtschaden in Höhe von ca. 450.000 Euro verursachte.
Aufgrund der Erhebungen und Spurenauswertungen konnten über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien insgesamt 6 slowakische Täter verhaftet und in die Justizanstalt Wien Josefstadt eingeliefert werden. Gegen weitere 3 Täter bestehen Festnahmeanordnungen. Weitere 4 slowakische Mittäter wurden angezeigt.
Die Beschuldigten zeigten sich bei den Vernehmungen großteils geständig. Im Zuge der Erhebungen konnten 2 gestohlene Fahrzeuge in der Slowakei sowie ein gestohlenes Motorrad in Österreich sichergestellt und den rechtmäßigen Besitzern ausgefolgt werden. Copyright BM.I/Polizei

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