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21. April 2018

FPÖ-Kappel: Weltfrauentag: Einkommensschere immer noch unverändert hoch


Wien (OTS) Anlässlich des heutigen Weltfrauentages kritisierte die freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel die Stagnation bei der Bekämpfung der heimischen Einkommensunterschiede. „In Österreich verdienen Frauen immer noch für dieselbe Tätigkeit um 22,2 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Im Vergleich zum Vorjahr änderte sich an dieser Tatsache leider nichts, immer noch rangieren wir unter 33 OECD-Staaten auf Rang 22. Im Jahr 2000 lag Österreich noch auf Platz 13 und der Einkommensunterschied betrug ’nur‘ 20 Prozent. Noch gravierender ist der Einkommens-Unterschied hochgerechnet auf das Jahreseinkommen. Österreichische Frauen haben ein durchschnittliches Jahreseinkommen, das um 44,5 Prozent oder mehr als zwei Fünftel niedriger ist als jenes von Männern. Bleibt die heimische Politik bei ihren jetzigen Maßnahmen, schließt sich die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) erst im Jahr 2058“, so die Kritik Kappels.

„Auch der Equal Pay Day wurde heuer erst 63 Tage nach Jahresbeginn, am 4. März, begangen. Bis dahin müssen Frauen theoretisch unbezahlt arbeiten, verglichen mit Männern, die ab Jahresbeginn bezahlt arbeiten. EU-weit fand der Equal Pay Day am 2. März statt“, so Kappel weiter. „Das ist bedauerlich und zeigt, dass die Bundesregierung in der Frauenförderung wenig zielführende Maßnahmen setzt. Laut Analyse von PwC, den Erstellern des ‚Women in Work-Index‘, würde ein Angleichen des Niveauunterschiedes nämlich einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um neun Prozent ermöglichen. Dafür müssten jedoch unbezahlte und größtenteils von Frauen ausgeübte Tätigkeiten wie Haushaltsführung, Kindererziehung oder Altenpflege besser honoriert werden, auch finanziell. Mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die den Zugang zu erschwinglicher und ausreichender Kinderbetreuung verbessern und mit besseren Fördermöglichkeiten in Bezug auf den Berufseinstieg nach der Karenz, kann dem für Frauen negativen Einkommenstrend beispielsweise entgegengewirkt werden“, so Kappel.

„Wir müssen auf allen politischen Ebenen anzusetzen, um die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen auszugleichen. Auch sind Frauen zu ermutigen, Lohndiskriminierung nicht einfach hinzunehmen, sondern gerade bei Lohn- und Gehaltsverhandlungen selbstbewusst zu sein, hier sind bereits die Schulen gefordert. Letztlich muss gleiche Arbeit auch gleich entlohnt werden“, meinte die freiheitliche EU-Abgeordnete.

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