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11. Dezember 2017

Bures: Frauenrechte müssen hartnäckig und täglich aufs Neue erkämpft und verteidigt werden


Wien (PK) „Seit mehr als einem Jahrhundert kämpfen Frauen um ein selbstbestimmtes, unabhängiges und diskriminierungsfreies Leben. Starke Frauen und eine fortschrittliche Frauenpolitik haben
viele große und unzählige kleine Erfolge erzielt“, hielt Nationalratspräsidentin Doris Bures bei einer Veranstaltung anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags fest. Gemeinsam mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hatte sie zu der Präsentation von „Baumeisterinnen der Republik“ geladen, im Mittelpunkt der neuen ORFIII-Portraits stehen die vier herausragenden Politikerinnen Grete Rehor, Hertha Firnberg, Freda Meissner-Blau und Barbara Prammer. Über frauenpolitische Erfolge, den Status quo und neue Herausforderungen diskutierten Gabriella Hauch, Edeltraud Hanappi-Egger und Elisabeth Sobotka.

Selbstbestimmtes, unabhängiges und diskriminierungsfreies Leben

Frauen seien in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert, sie verrichten den Großteil der unbezahlten Arbeit und verdienen weit weniger als ihre männlichen Kollegen, unterstrich Bures in ihrer Begrüßung. Gerade aus diesem Grund sei es umso wichtiger, erläuterte sie weiter, „dass Frauen hartnäckig bleiben, dass wir Frauenrechte täglich aufs Neue erkämpfen und verteidigen“.

Bures betonte, dass sich die thematisierten Politikerinnen zwar in ihren Weltanschauungen unterschieden, „aber allen gemeinsam war, dass sie – über Parteigrenzen hinweg – großen Respekt genossen haben. Alle vier Frauen haben Geschichte geschrieben: Frauengeschichte.“

Die Filmportraits geben Informationen zu den beeindruckenden Karrieren und dem politische Wirken der ersten österreichischen Bundesministerin Grete Rehor, der ersten Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg, der ersten Klubobfrau im Parlament Freda Meissner-Blau und der 2014 verstorbenen ersten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Die von Cornelius Obonya moderierten Doku-Portraits im Rahmen der Reihe „Baumeisterinnen der Republik“ sind ab 11. März 2017 wöchentlich am „zeit.geschichte“-Samstag um 20.15 Uhr auf ORFIII zu sehen.

Würdigung von vier außergewöhnliche Frauen und Wegbereiterinnen ihrer Zeit

ORF Generaldirektor Wrabetz wies in seinen Grußworten auf die Wichtigkeit der „Würdigung von vier außergewöhnliche Frauen und Wegbereiterinnen ihrer Zeit“ hin. Den Weltfrauentag zum Anlass nehmend präsentiert der ORF Portraits „vier außergewöhnlicher Staatsfrauen und Wegbereiterinnen ihrer Zeit“ stellte Wrabetz fest. Die neue Staffel „Baumeisterinnen der Republik“ würdige nicht nur vier starke Frauen, die die österreichische Politikgeschichte nachhaltig geprägt haben, sondern erinnere auch an ihr Wirken für die Rechte und Gleichstellung der Frauen in Österreich, so Wrabetz.

„Do the things you fear“

Gabriella Hauch vom Geschichtsinstitut der Universität Wien gab einen Abriss über die Entwicklung der Frauengeschichte in Österreich. Die Professorin für Geschichte der Neuzeit, Frauen- und Geschlechtergeschichte stellte weiters fest, dass eine Frauenquote „zwar nicht charmant, aber wirkungsvoll“ sei. „Strukturelle Rahmenbedingungen und Vorstellungen, wie etwa eine Führungskraft zu sein hat, müssen adaptiert werden, da sie oft mit gesellschaftlichen Geschlechterordnungen inkompatibel sind“, attestierte Edeltraud Hanappi-Egger, selbst Rektorin der WU Wien. Die Intendantin der Bregenzer Festspiele, Elisabeth Sobotka, verwies auf ihren eigenen Werdegang und einen prägenden Rat einer Lehrerin. „Do the things you fear“ bedeutet nämlich auch, dass „wir es uns nehmen, erlauben und zutrauen müssen“.

Im Parlament werden anlässlich des Internationalen Frauentages vom 8. bis zum 18. März 2017 täglich kostenlose Spezialführungen zum Themenschwerpunkt „Frauen im Parlament“ angeboten. Besonders hervorgehoben werden dabei die Biographien der vier Politikerinnen Grete Rehor, Hertha Firnberg, Freda Meissner-Blau und Barbara Prammer. (Schluss) wat

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf der Website des Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.

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