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20. November 2017

Weltklasse in Wien: ein Favorit aus der Aschewolke


Wien (OTS) Der Kenianer Eliud Kiptanui und Deribe Robi aus Äthiopien werden bei der 34. Auflage des Vienna City Marathon (VCM) am 23. April an der Spitze begeistern. Mit Bestzeiten von 2:05:21 Stunden (Kiptanui) und 2:05:58 Stunden (Robi) ragen die beiden aus einer ersten Gruppe von Topläufern heraus, die für Österreichs größtes Aktivsportereignis verpflichtet wurden. Darunter sind mit Suleiman Simotwo und Ishmael Bushendich auch starke Läufer mit VCM-Erfahrung. Mehrere haben das Potenzial, den Streckenrekord anzugreifen. Diese Marke hält seit 2014 der Äthiopier Getu Feleke mit 2:05:41 Stunden.

„Eine Zeit im Bereich des Streckenrekords ist die Zielstellung. Es hängt letztlich von den Bedingungen und der Tagesverfassung ab. Das Feld ist auch neben den beiden schnellsten Läufern stark und kompakt, sodass wir uns auf ein spannendes Rennen freuen können“, sagt Mark Milde, der das Elitefeld zusammenstellt.

Als einzige Laufveranstaltung in Österreich und als einer von nur zwölf Marathons in Europa führt der VCM auch 2017 das IAAF Gold Label, das höchste Gütesiegel für sportliche und organisatorische Qualität im weltweiten Straßenlauf. Mehr als 36.000 Läuferinnen und Läufer sind bereits für einen der Bewerbe des Vienna City Marathon angemeldet. Neu ist der „Vienna 10K“. Im Rahmen dieses 10-km-Laufs am Samstag, 22. April werden auch österreichische Meisterschaften über 10 km bzw. 5 km für U18-Läufer ausgetragen. An diesem Tag finden zudem die Nachwuchsläufe Get active 4.2 und Get active 2.0 statt. Am Sonntag gehen der Marathon, der Halbmarathon und der Staffelmarathon über die Bühne.

VCM-SIEG MIT SIEBEN JAHREN VERSPÄTUNG?
Sollte Eliud Kiptanui den vierzehnten Marathonerfolg eines Kenianers in Wien feiern, wäre es ein Sieg mit sieben Jahren Verspätung. Die Aschewolke nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyyafyallayöküll und das europaweite Flugverbot haben jedoch seine Anreise unmöglich gemacht. Nur drei Wochen später siegte er in Prag in hervorragenden 2:05:39 Stunden. Beim zweiten Platz in Berlin 2015 steigerte er sich auf 2:05:21. Der WM-Fünfte von Daegu 2011 erreichte zudem Rang drei in Seoul 2012 (2:06:44) und drei fünfte Plätze beim Berlin Marathon (2:08:05 im Jahr 2010, 2:07:28 im Jahr 2014, 2:07:47 im Jahr 2016).

Der 26-jährige Deribe Robi, Sieger des Marrakech Marathons 2014, geht als mindestens ebenbürtiger Konkurrent ins Rennen. Neben dem zweiten Platz mit Bestzeit von 2:05:58 in Eindhoven 2015 erreichte er in Dubai 2015 den dritten Platz in 2:06:06 und holte in Frankfurt 2014 Rang fünf in 2:07:16. Vier weitere 2:08-Zeiten und insgesamt acht Podiumsplätze bei internationalen Marathons, zuletzt im Dezember 2016 Rang drei in Honolulu, belegen seine Klasse.

DIE HERAUSFORDERER
Mustapha El Aziz aus Marokko überzeugte beim Valencia Halbmarathon im Oktober 2016 mit der starken persönlichen Bestzeit von 59:29 Minuten. Seine bisher schnellste Marathonzeit erzielte er in Seoul 2013, wo er in 2:07:55 Stunden den dritten Platz holte.

Philipp Kangogo ist ein vielversprechender Newcomer in der Marathonszene. Erst zwei Rennen über 42,195 Kilometer hat der Kenianer in den Beinen. Mit dem Sieg in 2:08:16 Stunden bei seinem Debüt in Barcelona 2015 hat er sofort für Aufsehen gesorgt. Im gleichen Jahr lief er beim Ottawa Marathon in 2:09:56 Stunden auf Rang zwei.

TRIO MIT VCM-ERFAHRUNG UND GUTEN CHANCEN
Drei starke kenianische Läufer mit VCM-Erfahrung haben die Chance, in die Entscheidung eingreifen zu können. Ishmael Bushendich kommt als vierfacher Marathonsieger nach Wien. Er feierte Erfolge in Enschede und La Rochelle 2012, Ljubljana 2014 und Toronto 2015. Dreimal ist er Zeiten unter 2:09 Stunden gelaufen. Seine Bestmarke von 2:08:20 Stunden erzielte er vor einem Jahr beim Mailand Marathon an zweiter Stelle. Ausgerechnet in Wien hat Bushendich seine schlechteste Performance aus bisher elf Marathons hingelegt. 2013 landete er in 2:12:30 Stunden auf dem siebten Platz. Keine Frage, dass er sich diesmal deutlich verbessern will.

Suleiman Simotwo freut sich auf seinen dritten VCM-Start in Folge. Er zählte bereits 2016 zum Favoritenkreis und hat als Dritter in 2:10:15 Stunden ein sehr aktives Rennen gezeigt. Ein Jahr davor erreichte er Rang fünf in 2:14:42 Stunden. Als Bestzeit hat der Kenianer 2:08:49 Stunden (Frankfurt 2015) aufzuweisen. Auf den Mittelstrecken zählte Simotwo mehrere Jahre lang zur Weltklasse. Bei der Hallen-WM 2008 holte er über 1500 Meter den siebten Platz. Seine herausragenden Bestzeiten von 3:31,67 Minuten über 1500 Meter (2006) und 3:50,82 Minuten über die Meile (2005) liegen ein Jahrzehnt zurück, zeigen aber sein läuferisches Potenzial.

Samwel Maswai feierte seine Marathonpremiere beim Debütantenrennen des VCM 2009. Ausschließlich Marathon-Neulinge waren damals ins Elitefeld eingeladen, darunter der aktuelle Streckenrekordhalter Getu Feleke. Maswai lief damals 2:13:25 und steigerte sich Schritt für Schritt auf 2:08:52 Stunden, die er 2013 in Berlin erzielte. Im Kampf um einen Podestplatz sollte der zweimalige Sieger des Karlsruhe Marathons mitreden können.

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