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19. November 2017

SOS Mitmensch: Einen Monat lang ohne Populisten – Schaffen wir das?


Wien (OTS) Mit 1. März startet die erste österreichische „Populistenpause“. SOS Mitmensch ruft die Bevölkerung dazu auf, den politischen Populisten und Extremisten in Österreich einen Monat lang – vom 1. bis 31. März – keine Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken zu schenken. Die „Populistenpause“ habe bereits im Vorfeld viel Zuspruch erhalten, erklärt SOS Mitmensch. Die bekannte Sprachwissenschaftlerin Prof. Ruth Wodak sieht in der Populistenpause die Möglichkeit, das „rechtspopulistische Perpetuum mobile“ zu durchbrechen.

Provokationen einen Monat lang ins Leere laufen lassen

„Rechte Umtriebe dürfen weder verharmlost noch verleugnet werden. Klare Worte gegen die Menschenverachtung, Hetze, Lüge und Diffamierung von Seiten der extremen Rechten sind angebracht. Dennoch halten wir es für geboten neue Wege zu beschreiten und die Provokationen der politischen Populisten und Extremisten einen Monat lang ins Leere laufen zu lassen. Im März sollen andere Themen und AkteurInnen im Mittelpunkt stehen. Denn nichts fürchten Populisten und Extremisten so sehr, wie nicht beachtet zu werden“, so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Rechtspopulistisches Perpetuum mobile durchbrechen

„Durch diese Aktion wird das „rechtspopulistische Perpetuum mobile“ durchbrochen, das bekanntlich bewirkt, dass alle nur mehr auf die ‚Sager‘ der Rechtspopulisten reagieren anstatt ihre eigene Themen zu verfolgen“, erklärt die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak ihre Unterstützung für die „Populistenpause“. Wodak betont, dass nicht jede Provokation in die Schlagzeilen kommen müsse; und auch nicht auf jede Provokation reagiert werden müsse. „‚Less is more‘ ist in diesem Fall eine sinnvolle Devise!“, betont Wodak.

Experiment mit offenem Ausgang

Ziel der Populistenpause sei kein Ende der Kritik an Populisten und Extremisten, sondern ein neues Bewusstsein, wie Demagogen mit unserer Aufmerksamkeit und Empörung spielen, betont SOS Mitmensch-Sprecher Pollak. „Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Uns ist klar, dass der Aufmerksamkeitsentzug in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram nicht nur die Populisten und Extremisten trifft, sondern für alle, die mitmachen, eine neue Situation und eine Herausforderung darstellt“, so der SOS Mitmensch-Sprecher.

Anleitung zur „Populistenpause“

SOS Mitmensch hat eine Anleitung zum Ablauf der „Populistenpause“ verfasst. Die Menschenrechtsorganisation gibt Tipps, wie man den Aufmerksamkeitsentzug am besten angehen und zugleich eigene Entzugserscheinungen mildern kann. Die Anleitung findet sich auf der Webseite von SOS Mitmensch unter
http://www.sosmitmensch.at/populistenpause

Zahlreiche Unterstützungsbekundungen

Hier finden Sie alle bisherigen Unterstützungsbekundungen zur Populistenpause: http://goo.gl/RFPLNp

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