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18. November 2017

Pirklhuber/Stammler zu Milchdialog: Einbeziehung aller Stakeholder unbedingt notwendig


Grüne: Fairness am Milchmarkt ist Gebot der Stunde

Wien (OTS) „Der zweite österreichische Milchdialog findet ohne parlamentarische Abgeordnete statt. Die Zusicherung von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter vor einem Jahr, den erfolgreichen Milchdialog, der auf parlamentarische Initiative im Juni 2016 zustande kam, in selber Form weiterzuführen, ist damit Geschichte“, bedauert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Wie bereits in der Zeitschrift österreichische Milchwirtschaft (DMW) bekanntgegeben, wird mit 31. März 2017 die Tätigkeit der Alpenmilch Logistik GmbH eingestellt werden. Die davon betroffenen 158 Milchbäuerinnen und –bauern, vormals als Kritiker der EU-Milch-Politik auch öffentlich immer wieder stark präsent, brauchen damit ab 1. April 2017 einen neuen Abnehmer. Ein Teil der Betriebe hat bereits bei Salzburger Molkereien, ein Teil bei der NÖM und eine weitere Gruppe beim Verein der Milchproduzenten Abnehmer gefunden. Der Rest jedoch, etwa 100 Betriebe, der Großteil davon im Mühl- und Waldviertel, hängt aber nach wie vor in der Luft und weiß noch nicht, wohin die Milch am 1. April abgeliefert werden kann.

„Wir brauchen dringend faire Spielregeln für die bäuerlichen Milcherzeuger in Österreich und Europa. Dies gilt sowohl für die Gestaltung der Erzeugermilchpreise als auch für den Wechsel von Milchbetrieben zu einem neuen Abnehmer. Die EU-Milchmarktordnung garantiert den Betrieben zwar das Recht ihren Abnehmer zu wechseln, in der Praxis gibt es aber viele Stolpersteine“, geben Pirklhuber und Clemens Stammler, OÖ-Landwirtschaftskammerrat, zu bedenken.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass unter TOP 4 der Tagesordnung des geplanten Milchdialogs, der in Salzburg am 2. März stattfindet, das Thema der „Alpenmilch-Logistik“ aufgenommen wurde und appellieren an alle Verantwortlichen, jetzt rasch konkrete Angebote für Milchbäuerinnen und -bauern zu erarbeiten. Das Höfesterben darf nicht noch zusätzlich durch unsolidarisches Handeln angeheizt werden“, sagt Stammler.

Pirklhuber und Stammler luden am Montag dieser Woche zu einem Runden Tisch in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich. „In guten überparteilichen Gesprächen konnten wir gemeinsam mit dem oberösterreichischen Milch- und Molkereisektor erste Ansätze für eine konstruktive Lösung erarbeiten. Kein milchproduzierender Betrieb soll zusperren, das ist das Ziel“, betonen Pirklhuber und Stammler.

„Ich gehe davon aus, dass bis zum Landwirtschaftsausschuss Mitte März die Causa gelöst ist und alle Betriebe einen neuen Liefervertrag unter Dach und Fach haben“, betont Pirklhuber.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
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