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20. November 2017

Menschen für Menschen: 52.000 Menschen erhalten eine Perspektive in ihrer Heimat


Gesamtentwicklung eines neuen Projektgebietes halb so groß wie Vorarlberg.Finanzierung erfolgt ausschließlich aus Österreich.

Wien (OTS) Über rund 1400 km² erstreckt sich das neue Menschen für Menschen-Projektgebiet Jeldu und ist damit mehr als halb so groß wie Vorarlberg. In dem Gebiet, das etwa 115 km von Addis Abeba entfernt in der West Shoa Zone liegt, leben rund 256.000 Menschen. In einer ersten 3-jährigen Projektphase erhalten nun 52.000 Menschen durch die Unterstützung der Organisation die Chance ihr Leben selbst zum Positiven zu verändern.

„Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat zu geben, damit diese eine Auskommen haben,  bekommt vor dem Hintergrund der derzeit stattfindenden Migrationsbewegungen eine noch größere Bedeutung zu als in der Vergangenheit,“ betont Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand vom Verein Menschen für Menschen, und weiter, „daher freut es mich ganz besonders, dass wir nun in einem Gebiet, das etwa halb so groß wie Vorarlberg ist die Lebensgrundlagen nachhaltig verbessern.“

Herausforderungen in Jeldu

Rund 90% der Einwohner Jeldus sind von den Erträgen ihrer meist zu kleinen Felder abhängig. Die starke Entwaldung in der Region stellt die Bewohner vor besonders große Herausforderungen. Die Böden sind nicht mehr fruchtbar und die starke Erosion führt dazu, dass immer mehr Felder unbrauchbar werden. Das Fehlen von Wäldern hat auch zur Folge, dass natürliche Quellen versiegen. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Bestrebungen das Land aufzuforsten, doch fehlte es der Bevölkerung an Wissen und Baumsetzlingen, die dafür in großer Anzahl benötigt werden. In der Region werden überwiegend Kartoffeln und Getreide angebaut. Sonstiges Gemüse oder Obst sind so gut wie gar nicht verfügbar, was schwere Mangelerscheinungen zur Folge hat. 

Maßnahmen der ersten Projektphase 2017-2019

In der ersten 3-jährigen Projektphase (2017-2019) werden Entwicklungsmaßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser sowie Gesundheit im sieben Bezirke (Kebeles) umfassenden Seriti Catchment der Region Jeldu umgesetzt. Hier leben rund 52.000 Einwohner, also etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung Jeldus. Diese umfassen u.a. Terrassierungen, landwirtschaftliche Schulungen, Bau von Brunnen und Quellfassungen sowie Zugang zu Verhütungsmitteln und Einrichtung von Kooperativen. Vor allem großflächige Aufforstungsprojekte sind notwendig, um der fortschreitenden Erosion entgegenzuwirken.

Die größten Herausforderungen:

  • Im Seriti Catchment hat nur jeder zehnte Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Rund 17% der Bevölkerung sind von der Augeninfektion Trachom betroffen, die unbehandelt zur Erblindung führen kann.
  • Jede zweite Entbindung findet ohne ausreichende medizinische Unterstützung statt. Knapp jedes zweite Baby erhält in der Zeit nach der Geburt keine medizinische Versorgung.
  • Kerosin ist mit 66,4 % die Hauptquelle für Licht, gefolgt von Diesel (11,1%) und Kerzen (4%).

Wirkung und Umsetzung von ländlichen Entwicklungsprojekten

Basierend auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ setzt Menschen für Menschen Maßnahmen gemeinsam mit der Bevölkerung um. Dabei greifen Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Einkommen, Gesundheit und Bildung ineinander, damit eine langfristige Wirkung erzielt wird und sich eine Region als gesamtes entwickelt.  

Unabhängige Evaluierungen u.a. von der Wirtschaftsuniversität Wien bestätigen die langfristige Wirkung der Arbeit von Menschen für Menschen. Auch in bereits  vor fünf Jahren

abgeschlossenen Projektregionen wird bestätigt, dass die Arbeit nachhaltig ist und die Lebensbedingungen vor Ort dauerhaft zum Positiven verändert.  

Die Projekte werden sofort nach Fertigstellung in die Hände der Bevölkerung übergeben. Ziel der Organisation ist es, dass die Bevölkerung rasch unabhängig von Hilfe von außen wird und Menschen für Menschen die Region wieder verlassen kann.

Mehr Informationen zum Projektgebiet sowie über die Arbeit der Organisation: www.mfm.at

Rückfragen & Kontakt:

Verein Menschen für Menschen
Mag.a Alexandra Bigl
Stv. Geschäftsführerin, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Menschen für Menschen
+43 (0)1 58 66 950-12
a.bigl@mfm.at

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