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19. November 2017

Aschermittwoch: Augen auf beim Heringsschmaus


Wien (OTS) Anlässlich des traditionellen Heringsschmauses am morgigen Aschermittwoch rät die Umweltschutzorganisation Greenpeace bei Fisch genau auf das Etikett zu achten und nachhaltig zu konsumieren. Der Hering ist zwar noch empfehlenswert, doch wie der Greenpeace-Fischratgeber (http://bit.ly/1V4Jp8V) zeigt, gibt es auch hier Ausnahmen: Hering aus bestimmten Subfanggebieten des Nordost-und Nordwestatlantiks sollte man meiden. Denn nicht nur die Art des Fisches, auch die Herkunft und die Fangmethode sind bei der Wahl entscheidend. Schließlich sind bereits 90 Prozent der globalen Fischbestände entweder bis an die Grenze genutzt oder überfischt. Mit einem bewussten Fischkonsum kann man hier entgegenwirken und die Meere schützen.

„Vielen Fischen steht das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Denn es werden mehr Fische gefangen, als sich vermehren können“, erklärt Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons. Laut der Welternährungsorganisation FAO sind rund 61 Prozent der weltweiten Fischbestände bis an die Grenze genutzt, knapp 29 Prozent sind bereits überfischt oder erschöpft. Zudem wird durch viele Fangmethoden, wie mit Grundschleppnetze die Meeresumwelt zerstört. Ein weiteres Problem der industriellen Fischerei ist der Beifang: In vielen Netzen verfangen sich neben den Zielfischarten auch andere Lebewesen, unter anderem Jungfische, Schildkröten, aber auch Haie und Wale. Tot oder schwer verletzt werden diese Tiere wieder über Bord geworfen.

Obwohl die Fischbestände weiter abnehmen, bleibt die Nachfrage groß:
Ein Grund, weshalb sich Aquakulturen verstärkt ausbreiten. Über die Hälfte des Bedarfs an Meeresfrüchten, Süß- und Salzwasserfischen werden mittlerweile aus Aquakulturen gedeckt. Die Fische leben in Massentierhaltung auf engstem Raum, mit massivem Einsatz von Medikamenten wie Antibiotika. Was viele Konsumentinnen und Konsumenten nicht wissen: Die Überfischung der Meere wird dadurch weiter vorangetrieben. Den Grund dafür weiß Hanna Simons: „Viele der gezüchteten Fische sind Raubfische. Das bedeutet, dass auf ihrem Speiseplan Fisch steht. Für ein Kilogramm gezüchteten Lachs werden beispielsweise bis zu fünf Kilogramm Wildfisch als Futter gebraucht“.

Greenpeace setzt sich für eine nachhaltige Fischerei und für ein Netzwerk an Schutzgebieten ein, in denen sich Fischbestände wieder erholen können. Was die Konsumentinnen und Konsumenten unternehmen können, erklärt Simons: „Zum Schutz unserer Meere empfiehlt Greenpeace soweit wie möglich auf Fisch zu verzichten. Wer trotzdem mit gutem Gewissen Fisch essen will, der sollte auf den Greenpeace-Fischratgeber zurückgreifen“. Dieser bietet eine hilfreiche Übersicht, welche Fischarten und Fischbestände noch empfehlenswert sind. Ebenso sind die konkreten Ausnahmen des Herings im Fischratgeber zu finden.

Den Greenpeace Fischratgeber
finden Sie unter http://bit.ly/1V4Jp8V sowie als App im Apple Store und im Google Android Store
Mehr Information zum Greenpeace Fischratgeber finden Sie unter greenpeace.at/fisch-ratgeber. Hier können Sie auch das Plakat zum Ratgeber herunterladen.

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