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19. November 2017

Walser zu Enzenhofer: Forderung nach Deutsch als Pausensprache populistisch


Wien (OTS) „Es ist bestürzend mitzuerleben, wie zunehmend ausschließlich populistische Forderungen in die Bildungsdiskussion einfließen“, reagiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser auf die heute gegenüber Ö1 gemachten Forderung des oberösterreichischen Landesschulratspräsidenten Fritz Enzenhofer, Deutsch auch als verpflichtende Pausensprache festzuschreiben: „Wenn er aktuell wieder ‚Deutsch als Pausensprache’ fordert, bewegt er sich damit nicht nur außerhalb unserer Verfassung, sondern liegt vor allem auch konträr zu allen pädagogischen Erfahrungen und wissenschaftlichen Expertisen. Das ist einerseits böswillig, indem in die Grundrechte von Kindern eingegriffen werden soll, andererseits auch fahrlässig, weil er damit zugleich schlechtere Sprachleistungen in Kauf nimmt.“

Walser verweist in diesem Zusammenhang etwa auf die zahlreichen Stellungnahmen des „Netzwerks Sprachenrechte“, in dem ExpertInnen das blau-schwarze Sprachenverbot nicht nur wortwörtlich als „Blödsinn“ bezeichnen, sondern auch als diskriminierend und letztlich schädlich für den Sprachlernprozess.

„Ich fordere seit Jahren, dass sich die Bildungspolitik endlich damit auseinandersetzt, dass wir weder in den Kindergärten noch in den Schulen ein durchgängiges Sprachförderkonzept haben, wie es etwa in Hamburg seit 2003 erfolgreich implementiert wurde. Wenn nur ein Bruchteil der geistigen Anstrengungen in eine faktenorientierte Diskussion und Umsetzung gingen, könnten wir uns derartig unsinnige Forderungen, wie sie von Enzenhofer und seinem blauen Koalitionspartner regelmäßig erhoben werden, ersparen.“

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