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Tagesbote

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18. November 2017

Geld oder Daten! – So schützen Sie sich vor Erpressersoftware


Schwerte (OTS) Anmoderationsvorschlag:

Urlaubserinnerungen, das Video von den ersten Schritten des Sohnemanns, sensible Bankdaten, Passwörter oder ganze Kundendatenbanken von Unternehmen – alles das speichern wir mittlerweile digital auf Laptops, Tablets, Smartphones und Servern. Aber was wäre, wenn diese Daten plötzlich verschwunden sind? Nicht, weil eine Festplatte oder ein Server kaputt ist, sondern weil sie mit sogenannter Ransomware infiziert sind. Was es genau mit dieser Erpressersoftware auf sich hat und wie man sich schützen kann, erklärt uns Helke Michael.

Sprecherin: Ransomware ist eine schädliche Software, die Rechner, Smartphones und Laptops verschlüsselt. Dann kann man nicht mehr auf seine Daten zugreifen, den Rechner starten oder den Bildschirm seines Smartphones entsperren. Kurze Zeit später folgt eine Lösegeldforderung.

O-Ton 1 (Mirco Rohr, 0:20 Min.): „Rechner oder Smartphones werden von Ransomware infiziert durch E-Mails, durch Webseiten, indem ich einfach auf den Anhang klicke und eben dort die gefährliche Ransomware heruntergeladen wird. Genauso aber auch auf dem Smartphone, indem ich vielleicht eine SMS bekomme, wo ein Link beinhaltet ist und ich dort drauf klicke und mir eben eine Ransomware einfange.“

Sprecherin: Erklärt Security-Experte Mirco Rohr von Bitdefender. Betroffen ist wirklich jeder – Privatpersonen, vor allem aber auch Unternehmen und alle Geräte.

O-Ton 2 (Mirco Rohr, 0:09 Min.): „Die Cyberkriminellen brauchen auch noch nicht mal viel Ahnung, um Ransomware in den Umlauf zu bringen. Man geht letztendlich auf die Dark-Websites und kauft sich das Tool relativ günstig ein.“

Sprecherin: Ein lohnendes Geschäft, denn laut einer Studie von Bitdefender würde jeder Deutsche durchschnittlich 210 Euro Lösegeld zahlen, um seine Daten wiederzubekommen – Unternehmen sogar fünfstellige Beträge. Experten raten aber, nicht zu reagieren, um die Kriminellen nicht zu finanzieren. Außerdem bekommt man seine persönlichen Daten, trotz Zahlung, oft nicht zurück. Helfen können stattdessen sogenannte Entschlüsselungstools, die es für bestimmte Varianten von Ransomware gibt.

O-Ton 3 (Mirco Rohr, 0:12 Min.): „Unter anderem findet man das auf der Webseite nomoreransom.org. Die Initiative wird unterstützt von Europol, aber auch von verschiedenen Antiviren-Software-Herstellern. Und wir sind als Bitdefender auch mit dabei.“

Sprecherin: Um gar nicht erst erpresst werden zu können, rät der Experte dazu, regelmäßig Backups zu erstellen. Am besten mit einer externen Festplatte, die aber bitte nicht permanent am Rechner angeschlossen bleibt.

O-Ton 4 (Mirco Rohr, 0:16 Min.): „Die zweite Möglichkeit ist natürlich, eine Anti-Virenschutz-Software einzusetzen. Damit sind Sie schon sehr, sehr gut gegen Ransomware geschützt. Und die dritte und letzte Möglichkeit ist: Den gesunden Menschenverstand gebrauchen. Nicht immer auf alle Links klicken, die man per E-Mail oder SMS zugeschickt bekommt.“

Abmoderationsvorschlag:

Die schädliche Ransomware infiziert Laptops, PCs und Smartphones von Privatpersonen und Unternehmen, verschlüsselt dann sensible Daten, die man nur zurückbekommt, wenn man Lösegeld zahlt. Öffnen Sie also keine verdächtigen Mails, Anhänge oder Links, machen Sie regelmäßig ein Backup Ihrer Daten und installieren Sie eine Antivirensoftware. Mehr Infos gibt’s auch im Internet unter www.bitdefender.de.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

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